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Gemeindebrief zum 20.02.2022 - 7. Sonntag LJC 2022. Ev. Lk.6.27-38.

Begrüßung und Einführung

Eine fröhliche Zeit, liebe Kinder, liebe Erwachsene,
erleben wir normalerweise in diesen Tagen.

Durch Corona ist allerdings wieder einmal Fastnacht/Karneval anders als sonst.
Aber ich hoffe, Sie haben trotzdem eine frohe Zeit.

Diese Freude will Jesus uns nicht nehmen, sondern er will sie bestärken.

Deshalb heißt seine Botschaft: Frohe Botschaft!

Freuen wir uns heute daran, welche frohe Botschaft Jesus uns heute schenkt!

Ihr Pater Matthäus

Mail: pater.matthaeus@dormagen-nord.de
Tel: 02133-5360457

Rufen wir zum Herrn.

 

Kyrie

Ganz und gar Liebe bist Du!

Herr, erbarme dich!

Ganz und gar Barmherzigkeit bist Du!

Christus, erbarme dich!

Ganz und gar Gott bist Du!

Herr, erbarme dich!

Predigt

Liebe Kinder, liebe Erwachsene!

Frohe Botschaft, so nennt Jesus sein Evangelium.

Jesus will uns Menschen helfen, dass wir besser miteinander auskommen.
Jesus will uns die Gedanken Gottes schenken, die uns froh machen,
und befreien aus dem Zwang zum Gegensatz:

Ich bin besser als Du!
Ich bin schneller als Du!
Ich bin gescheiter als Du!
Ich verdien mehr Geld als Du!

Die Frohe Botschaft Jesu will uns davon befreien,
dass wir in Gegensätzen denken und handeln.

Im Radio war am letzten Sonntag eine Sendung, die hatte den Titel:
„Freundlich macht glücklich!"

Es wurde aufgezeigt, dass ein Mensch, der anderen freundlich begegnet, sein Leben positiver sieht, mehr Glücksgefühle hat als andere, die mürrisch (unfreundlich) durch die Welt gehen, alles gleich hinterfragen, erst einmal das Negative vermuten.

Wenn Jesus heute uns sagt:
„Mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird euch zugemessen werden."
Dann meint er das:
Wenn Du die Welt negativ siehst, Menschen schlecht machst, dann fällt das auf dich selbst zurück und macht Dich nicht froher, sondern noch schlechter. Wenn Du positiv in den Tag gehst, freundlich auf Menschen zugehst, dann wird das auf Dich zurückwirken und es wird Dir sehr viel von dem zurückgeschenkt, was Du an Gutem anderen gibst.

Eine Geschichte aus meiner Heimat, die hat mich verstehen lassen,
was das Evangelium heute meint. Hören wir diese Geschichte:

Der Tempel der tausend Spiegel

Es gab in Indien den Tempel der tausend Spiegel.
Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig.
Eines Tages kam ein Hund und erklomm den Berg.
Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.
Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde.
Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.
Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund, der den Berg erklomm.
Auch er stieg die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.
Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah auch er tausend andere Hunde.
Er aber freute sich! Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.
Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm alle wohlgesonnen sind.
Amen.

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wir beten zu Dir.

Für alle, die immer nur die Gegensätze betonen,
Spaltung in unsere Gesellschaft bringen, die Welt in Freund und Feind einteilen.
Öffne Ihnen die Augen dafür, was uns miteinander verbindet.
Christus, höre uns!

Für alle, die leiden an einer Corona, an Krebs erkrankt sind,
für alle, die Kranke pflegen, versorgen und betreuen.
Christus, höre uns!

Für unsere Kommunionkinder und ihre Familien.
Lass sie im Guten zusammenhalten und mit großer Vorfreude zugehen
auf das Fest der Begegnung mit Dir im heiligen Brot.
Christus, höre uns!

Für die Menschen, die freundlich zu uns sind, uns beistehen und helfen.
Christus, höre uns!

Für uns selbst, dass wir uns durch Jesus immer wieder daran erinnern lassen,
dass es an uns liegt, Frieden oder Gegeneinander zu bringen,
dass Gutes tun uns guttut.
Christus, höre uns!

„Freundlich macht glücklich!",
erinnere uns daran, in den Tagen der neuen Woche, damit wir erleben:
Die Welt ist voller Menschen, die uns wohlgesonnen sind.
Die Menschen sind oft ein Spiegel unseres eigenen Verhaltens.
Erinnere uns daran, so bitten wir Dich, Christus, unseren Herrn.

Amen.

18.02.2022

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