zurück

195. Gemeindebrief zum 14.04.2024

Dritter Sonntag der Osterzeit

Es ist immer wunderbar, Menschen zu begegnen.
Jeder Mensch ist einzigartig und bringen seine eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten mit sich, die uns bereichern und neue Sichtweisen eröffnen können. Durch den Austausch mit anderen können wir unsere Herzen öffnen, Verbindungen knüpfen und gemeinsam positive Veränderungen bewirken.

Der dritte Sonntag nach Ostern lädt uns ein, dem auferstandenen Herrn Jesus Christus zu begegnen, ihn zu berühren und seine Wirklichkeit zu erfahren - ähnlich wie die Jünger Jesu damals. Die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus hatte eine transformative Wirkung auf das Leben der Jünger. Sie war eine Quelle der Freude, des Lernens und des Wachstums. Möge auch uns der auferstandene Herr Jesus begegnen und mögen wir alle die Gegenwart Gottes in unserem Leben spüren lassen, damit die transformative Kraft seiner Liebe in uns wirken kann.

Ihr Pater George Palimattam Poulose cmi,
Pfarrvikar, Dormagen-Nord

Mail: pater.palimattam@dormagen-nord.de

Kyrie

Jesus Christus, auferstanden von den Toten. Herr, erbarme dich!

Jesus Christus, lebendig unter uns. Christus, erbarme dich!

Jesus Christus, forme uns zu deinen Zeugen. Herr, erbarme dich!

1. Lesung: Apg 3,12a.13–15.17–19

In jenen Tagen wandte sich Petrus an das Volk:

Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr ausgeliefert und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen.

Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders erbeten. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen.

Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Anführer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im Voraus verkündet hat: dass sein Christus leiden werde.

Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden.

2. Lesung: 1 Joh. 2,1–5a

Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.

Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt! aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet.

Evangelium: Lk 24,35–48

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und die mit ihnen versammelt waren, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach.

Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.

Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt?
Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen?
Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.

Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.

Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Moses, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.

Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

Predigt

Liebe Gemeinde,

am dritten Sonntag nach Ostern feiern wir erneut das Zeugnis der auferstandenen Herrlichkeit Christi. In den Lesungen dieses Tages werden wir daran erinnert, wie die Apostel die Botschaft der Auferstehung verkündeten und wie wir als Gläubige gerufen sind, in der Liebe und im Licht Christi zu wandeln. Die Lesungen dieses Sonntags führen uns auf einen Weg der Begegnung, Erkenntnis und Umkehr, der durch das Opfer Jesu Christi ermöglicht wurde.

In der Apostelgeschichte hören wir, wie Petrus das Volk dazu aufruft, ihre Taten zu erkennen und umzukehren. Er spricht von Jesus, dem "Heiligen und Gerechten", den sie verleugnet haben, und doch hat Gott ihn von den Toten auferweckt. Dieser Abschnitt erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, zu Gott zurückzukehren und Vergebung zu suchen.

Der erste Johannesbrief lehrt uns, dass wahre Erkenntnis Gottes sich im Halten seiner Gebote zeigt. Wer behauptet, Gott zu kennen, aber seine Gebote nicht hält, der lügt. Diese Botschaft fordert uns auf, unser Leben nach dem Wort Gottes auszurichten und in seiner Liebe zu wachsen.

Im Evangelium nach Lukas begegnen wir den Jüngern, die von ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Herrn berichten. Jesus selbst tritt in ihre Mitte und sagt: "Schaut meine Hände und meine Füße an, ich bin es selbst. Fasst mich an und überzeugt euch; denn ein Geist hat kein Fleisch und keine Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe." (Lukas 24,39) Diese Worte laden uns ein, den auferstandenen Christus zu berühren und seine Gegenwart zu erleben. Sie erinnern uns auch daran, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Der göttliche Sohn nahm menschliche Gestalt an und lebte unter uns. Durch seine Auferstehung besiegte Jesus Christus den Tod und schenkte uns neue Hoffnung. Er zeigte uns, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Übergang zu einem neuen Leben. Durch seinen Sieg über den Tod ermöglichte er uns Versöhnung mit Gott und ewiges Leben. Das ist auch eine Einladung für uns, den Frieden und die Freude der Auferstehung in unserem eigenen Leben zu erfahren.

Lasst uns also in dieser österlichen Zeit unsere Herzen für die Botschaft des Evangeliums öffnen. Mögen wir die Kraft finden, unsere Wege zu ändern, Gottes Gebote zu halten und Zeugen der Auferstehung zu sein - beginnend hier in unserer Gemeinde und strahlend in die Welt hinaus.

Amen.

Fürbitten

Jesus Christus, Du bist der Freund unseres Lebens, zu Dir rufen wir:

Lass uns beten für die Begegnungen, die wir in unserem Leben haben -
dass sie von Respekt, Verständnis und Mitgefühl geprägt sind und uns dabei helfen, einander näher zu kommen und uns gegenseitig zu unterstützen.

Wir bitten um Gottes Segen für alle Menschen, die sich einsam oder isoliert fühlen, dass sie durch Begegnungen mit Anderen Trost, Freundschaft und Gemeinschaft finden mögen.

Möge Gott uns helfen, offen zu sein für Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Lebensweisen, damit wir voneinander lernen können und gemeinsam eine vielfältige und inklusive Gemeinschaft aufbauen.

Wir bitten um Stärke und Mut, um auf Menschen zuzugehen, die unsere Hilfe oder Unterstützung benötigen, und um die Bereitschaft, ihnen in ihren Herausforderungen beizustehen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Wir beten für die Verstorbenen, dass sie in der Ewigkeit die Begegnung mit Gott und den Engeln erfahren mögen, dass sie Frieden und Ruhe finden und in der Liebe Gottes geborgen sind.

Möge der auferstandene Herr Jesus Christus uns in unseren Begegnungen leiten und uns helfen, seine Liebe und Barmherzigkeit in die Welt zu tragen, damit wir durch unser Handeln Zeugen seiner Gegenwart und seines Friedens werden.

12.04.2024

drucken | zurück