zurück

Gemeindebrief zum 28.02.2021

Liebe Gemeindemitchristen!

Heute beginnt der 2. Sonntag der Fastenzeit im Jahreskreis B.
Genau in 28 Tagen ist der Palmsonntag und in 34 Tagen feiern wir Ostern.
In dieser Fastenzeit bereiten wir uns intensiv mit Fasten und Gebet
auf die Osterfeier vor.

Das Wort aus dem Markus Evangelium
„Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören",
begleitet uns diese Woche.
„Auf ihn sollt ihr hören!" das heißt:
Das Leben wählen,
Licht in ihm finden und Teilhaben an dem Auferstandenen Jesus!

Ihr Pater George
Mail: pater.palimattam@dormagen-nord.de
Tel: 02133-977979

Kyrie

Liebe Gemeinde,

Weltweit gedenken Menschen diesen Sonntag der Toten,
die durch Corona ihr Leben verloren haben.
Auch wir beten für alle, die mit und an Covid 19 gestorben sind.
Wir vertrauen sie der Barmherzigkeit Gottes an!
Wir beten aber auch für ihre Angehörigen und für alle, die sie gepflegt und betreut haben. Das Licht des Auferstandenen Jesus soll leuchten all den an Corona Verstorbenen, deren wir heute besonders denken.

 

Du bist das Licht, das wir täglich brauchen. Herr, erbarme dich.

Du bist unsere Zuversicht für jeden Tag. Christus, erbarme dich.

Du bist das Licht des Lebens, das uns führt in deine Ewigkeit.

Herr, erbarme dich.

 

Lesung Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18

Das Opfer unseres Vaters Abraham (Messbuch: 1. Hochgebet)

In jenen Tagen stellte Gott Abraham auf die Probe.
Er sprach zu ihm: Abraham!
Er sagte: Hier bin ich.
Er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Ísaak, geh in das Land Moríja und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar!

Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham dort den Altar, schichtete das Holz auf.
Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sagte:
Abraham, Abraham!
Er antwortete: Hier bin ich.
Er sprach:
Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten.
Abraham erhob seine Augen, sah hin und siehe, ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen.
Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.
Der Engel des HERRN rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und sprach:
Ich habe bei mir geschworen - Spruch des HERRN:
Weil du das getan hast und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand.
Deine Nachkommen werden das Tor ihrer Feinde einnehmen.
Segnen werden sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.

Antwortpsalm Ps 116 (115),10 u. 15.16-17.18-19 (R: vgl. 9)

Kv Ich gehe meinen Weg vor Gott\im Lande der Lebenden. - Kv

Ich glaube - auch wenn ich sagen muss:
Ich bin tief erniedrigt!
Kostbar ist in den Augen des HERRN der Tod seiner Frommen. - (Kv)

Ach HERR, ich bin doch dein Knecht, /
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd!
Gelöst hast du meine Fesseln.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen, ausrufen will ich den Namen des HERRN. - (Kv)

Meine Gelübde will ich dem HERRN erfüllen
in Gegenwart seines ganzen Volkes,
in den Höfen des Hauses des HERRN,
in deiner Mitte, Jerusalem. - Kv

Zweite Lesung Röm 8,31b-34

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont
Schwestern und Brüder!

Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?

Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben -
wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen?

Gott ist es, der gerecht macht.
Wer kann sie verurteilen?

Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch:
der auferweckt worden ist, er sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.

Evangelium Mk 9,2-10

Es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein.
Und er wurde vor ihnen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei:
von den Toten auferstehen.

Predigt

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich möchte nur drei kurze Gedanken zu diesem Evangelium in dieser Zeit geben!
Erstens, die Jünger erleben mit Jesus ein Bergauf und ein Bergab. Heute erleben sie bei Markus einen strahlenden Jesus. Sechs Kapitel später, den gekreuzigten Jesus. Das Leben mit Jesus ist eine Berg- und Talfahrt. Trotzdem bleiben sie bei ihm, weil sie ihn erleben dürfen als den Auferstandenen, der bei ihnen ist bei allem Auf und Ab.
Das dürfen wir mitnehmen aus diesem Evangelium.
Jesus der Auferstandene, geht mit uns, gerade durch diese Zeit, wo Corona vielen von uns schwer zu schaffen macht, gerade in dieser Zeit, wo die Kirche Jesu gar nicht strahlend dasteht.

Mein zweiter Gedanke zu diesem Evangelium ist, statt den himmlischen Augenblick zu genießen, entwickelt Petrus Baupläne. Er freut sich nicht an dem göttlichen Geschenk, er will es gleich festhalten.
Oh, da ist der Petrus uns ein Zeitgenosse!
Beobachten Sie einmal sich selbst, schauen Sie den anderen über die Schulter.
Da steht ein köstliches Essen auf dem Tisch, an dem man sich bestens freuen kann. Und was macht so mancher Zeitgenosse: Er nimmt nicht Gabel und Messer in die Hand, sondern zuerst das Handy und fotografiert das Essen. Dabei wäre es so schön, wenn unsere Augen und Sinne sich einfach erfreuen würden an dem wunderbaren Essen, das vor uns steht und gegessen sein will, solange es noch warm ist.

Oder ein kleines, kurzes Dankgebet,
als ein bewusstes Tun in der Fastenzeit, es macht ein Essen zum Mahl!

Aus diesem Evangelium dürfen wir mitnehmen:
Genieße die großen und kleinen himmlischen Augenblicke,
ohne Dein Handy dazwischen zu schieben.

Der dritte Gedanke ist: Dieses Evangelium erzählt uns von den strahlenden Gesichtern der Jünger, den solch ein Mut machendes Erlebnis geschenkt wurde. Entdecken wir auch in den kommenden Wochen die strahlenden Gesichter,
wenn einer, eine sagt: ich bin geimpft,
wenn ein Kind froh uns berichtet: ich darf wieder in die Schule, in den Kindergarten.
Wenn Geschäftsleute erlöst feststellen: ich kann meinen Laden wieder öffnen.

Dieses Evangelium lädt uns ein, die vielen strahlenden Gesichter zu entdecken und uns mit ihnen zu freuen.

Dieses Evangelium macht uns Mut, mitzuhelfen, dass es in den kommenden Monaten viele strahlende Gesichter gibt, weil wir erlöst feststellen:
Die Pandemie haben wir hinter uns.

Mit Jesus, dem Auferstandenen an der Seite.
Amen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wir bitten Dich:

Bleibe bei uns in allem bergauf und bergab unseres Lebens jetzt in dieser Zeit.
Christus, höre uns!

Lehre Du uns beten und hilf uns die himmlischen Augenblicke in unserem Leben zu genießen.
Christus, höre uns!

Schenke vielen Menschen erlöst strahlende Gesichter in der kommenden Zeit.
Christus, höre uns!

Stehe bei allen, die an Corona erkrankt sind und allen, die sie pflegen.
Führe alle Verstorbenen heim in das Licht Deiner Liebe.
Christus, höre uns!

Herr gehe mit uns, denn wir brauchen Dich,
jetzt und in alle Ewigkeit.
Amen.

Wunsch

Bei allem bergauf und bergab,
wünsche ich Ihnen viele himmlische Augenblicke und viele strahlende Gesichter.

Einen guten Sonntag und eine gesegnete Woche wünsche ich Ihnen allen!

26.02.2021

drucken | zurück

 

powered by webEdition CMS