zurück

Gemeindebrief zum 09.10.2022 - 28. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Schwestern und Brüder!

Am 28. Sonntag im Lesejahr C geht es um Dankbarkeit.
Dankbarkeit ist eine positive Emotion, die wertschätzend ist und mit mehreren Vorteilen für die geistige und körperliche Gesundheit verbunden ist.
Wenn Sie Dankbarkeit erfahren, fühlen Sie sich dankbar für etwas oder jemanden in Ihrem Leben und reagieren mit Gefühlen der Freundlichkeit, Wärme und der Großzügigkeit.

Im Evangelium sagt der geheilte Aussätzige aus Samaria aus tiefstem Herzen „Danke" zu Jesus.
„Danke" ist ein kleines Wort mit großer Wirkung.
Eigentlich ganz einfach, aber vielen fällt es schwer, „Danke" zu sagen.

Seien wir also so großzügig für jede noch so kleine Hilfe, um Danke zu sagen.
Dankbarkeit macht glücklich!
Ich wünsche Ihnen eine neue Woche, mit vielen Gelegenheiten, dankbar zu sein!

Ihr Pater George Palimattam, Pfarrvikar
Tel.: 02133-977979
Mail: pater.palimattam@dormagen-nord.de

Kyrie

Gott, Danke dir für die Gabe des Lebens. Kyrie eleison
Gott, Dank für deine treue Wegbegleitung. Christe eleison
Gott, Danke, dass Du uns wach hältst für das Leben. Kyrie eleison.

Preis Dir, unserem Gott, für all das, was du uns schenkst in Christus,
Jesus unserem Herrn. Amen.

1. Lesung: 2 Kön 5,14–17

In jenen Tagen ging Náaman, der Syrer, zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann Elíscha befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes und er war rein von seinem Aussatz. Nun kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zum Gottesmann zurück, trat vor ihn hin und sagte: Jetzt weiß ich, dass es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Israel. So nimm jetzt von deinem Knecht ein Dankgeschenk an! Elíscha antwortete: So wahr der HERR lebt, in dessen Dienst ich stehe: Ich nehme nichts an.
Auch als Náaman ihn dringend bat, es zu nehmen, lehnte er ab. Darauf sagte Náaman: Wenn es also nicht sein kann, dann gebe man deinem Knecht so viel Erde, wie zwei Maultiere tragen können; denn dein Knecht wird keinem andern Gott mehr Brand- und Schlachtopfer darbringen als dem HERRN allein.

2. Lesung: 2 Tim 2,8–13

Denke an Jesus Christus, auferweckt von den Toten, aus Davids Geschlecht, gemäß meinem Evangelium, um dessentwillen ich leide bis hin zu den Fesseln wie ein Verbrecher; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt. Deshalb erdulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil in Christus Jesus erlangen mit ewiger Herrlichkeit.

Das Wort ist glaubwürdig:
Wenn wir nämlich mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben;
wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen;
wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen.
Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Evangelium: Lk 17,11–19

Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem:
Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samárien und Galiläa.
Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen.
Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern!
Und es geschah: Während sie hingingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme.
Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht und dankte ihm.
Dieser Mann war ein Samaríter.
Da sagte Jesus:
Sind nicht zehn rein geworden?
Wo sind die neun?
Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?
Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet.

Predigt

Liebe Gemeinde!

Jeder von uns, der eine durch Corona verursachte Krankheit überstanden hat, hört die Lesungen heute mit anderen Ohren. Denn plötzlich bist du einer von ihnen, die Aussätzigen, die zu den anderen sagen müssen: "Geh mir aus dem Weg, ich bin positiv!" Heute weiß jeder von uns, was das bedeutet!

Plötzlich muss man isoliert werden, plötzlich muss man allen anderen aus dem Weg gehen, plötzlich ist man Aussätziger im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung. Ihr seid eine Gefahr für andere, genau wie die Aussätzigen von damals. Du darfst nicht unter Menschen gehen. Was für den Alltag benötigt wird, braucht man andere, die sich um einen kümmern und einkaufen gehen.
Wir Menschen spüren sehr wohl, wie zerbrechlich unser Leben ist, wie schnell uns unsere Freiheit genommen werden kann.

Wie wichtig es doch ist, verlässliche Menschen und einen erreichbaren Hausarzt zu haben. Manchmal ist es heilsam, diese Situationen erlebt und überstanden zu haben. Wie schön ist es doch, wenn der Test schließlich nur noch einen roten Streifen anzeigt. Wir werden dankbar sein, wenn alles vorbei ist.

Schwestern und Brüder! Nach solchen Situationen in unserem Leben haben wir allen Grund, dankbar zu sein. Danke an alle, die uns geholfen haben, diese Zeit zu überstehen und wieder gesund zu werden. Danke an alle, die uns medizinisch versorgt haben und da waren, als wir Hilfe brauchten.

Liebe Gemeinde Jesu!
Einer ist für mich als Gläubiger zusammen mit ihnen sehr wichtig: Der Dank, den ich unserem Gott gebe, möchte ich wie der eine Samariter in das Evangelium heute, einbringen. Wir verdanken unser Leben Gott! Wir danken Gott jeden Tag! Die Freude in mir verdanke ich Gott, die Lebensfreude! Ich verdanke Gott die Kraft, die mich stark macht, all diese Erfahrungen weiterzugeben und gut zu gestalten. Darum ist das Danken dem Nächsten, der mir guttut, ein ganz wichtiges Tun! Darum ist der Dank, den ich Gott sage und ihm bringe, der mich trägt und hält, der täglich mir gut ist, für mich das wichtigste Tun! Darauf liegt Heil und Segen!

Schwestern und Brüder!
Es gibt keine Statistik darüber, wie oft die Deutschen „Gott sei Dank!" sagen. aber sie sagen es oft, auch wenn sie überzeugte Atheisten sind. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich diese drei Worte höre:
"Gott sei Dank!" Bewusst oder unbewusst: Der Gott der Liebe und des Lebens, dem wir alles verdanken, steckt in unserer Sprache, in unserem Mund, in unserem Geschichtenerzählen, in unserem Leben und oft auch in unserem Herzen.

Darum stellt Meister Eckhart fest:
„Wäre das Wort DANKE das einzige Gebet, das Du je sprichst,
so würde es genügen!"

Darum sage ich mit allen, die geheilt wurden von jeglicher Krankheit, die wie der Samariter zurückkehren zum Herrn, aus frohem Herzen: Gott sei Dank! Amen!

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wie der Samariter,
kommen wir zu dir und sagen Dir unseren Dank!

Wir danken Dir für die vielen Menschen, auf die wir uns verlassen konnten
in Zeiten der Krankheit und bitten Dich, segne und behüte sie.

Wir danken Dir für alle, die uns lieben und uns gut sind.
Segne und bewahre sie.

Wir danken Dir für alle, die für uns beten, uns fahren zum Gotteshaus,
für uns eine Kerze entzünden.
Segne und behüte sie.

Wir danken Dir für alle, die dafür sorgen, dass wir sorglos leben können,
weil Wasser, Strom, Medien, medizinische Versorgung bestens organisiert sind.
Segne sie und begleite sie.

Wir danken Dir für alle, die sich einsetzen für die Menschen in Not,
besonders in der Ukraine und in unserem Partnerbistum Tokio in Japan.
Segne und bestärke sie.

Wir danken Dir für alle unsere Verstorbenen, die uns vorausgegangen sind
und vom Himmel aus gut für uns sorgen.

Durch Dich Jesus Christus sagen wir in der Kraft des Heiligen Geistes.
Gott unserem Vater: Gott, Dir sei Dank in alle Ewigkeit. Amen.

07.10.2022

drucken | zurück

 

powered by webEdition CMS