Spendenübergabe in Nievenheim:2.981,81 Euro für den ASB Wünschewagen


Sie kommen zu schwer kranken Menschen, egal welchen Alters, die nicht mehr mobil sind, aber den Wunsch haben, noch einmal einen bestimmten Ort zu besuchen: die hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden des Wünschewagens, ein Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes mit über 20 Standorten in ganz Deutschland.
Schon vor Weihnachten hatte der Katholische Kirchengemeindeverband (KGV) Dormagen-Nord beschlossen, dass die Kollekten aus den Krippenfeiern für Kinder an Heiligabend diesem Projekt Wünschewagen zu Gute kommen sollen. Bei den Sammlungen in den sechs Pfarrkirchen des KGV sind insgesamt 2.981,81 Euro zusammengekommen. Zur symbolischen Spendenübergabe kam jetzt ein Team des ASB-Wünschewagens Rheinland nach Nievenheim.
„Ich freue mich sehr, dass die Gottesdienstbesucher der Krippenfeiern so großzügig gespendet haben und wir dem Wünschewagen diese tolle Summe übergeben können“, sagt Pastor Klaus Koltermann, leitender Pfarrer in Dormagen-Nord. „So können wir einen Teil dazu beitragen, dass letzte Wünsche von schwer kranken Menschen erfüllt werden können.“ Bei den Mitarbeitenden des Projektes bedankte er sich für ihr Engagement: „Ich finde es toll, was Sie da leisten, und dass Sie mit dieser sicher sehr herausfordernden Arbeit den Menschen noch einmal etwas Besonderes ermöglichen.“
In den meisten Fällen kommen die Wunscherfüller mit dem Wünschewagen, um schwer kranken Menschen noch einmal eine Fahrt zu einem individuellen Ziel zu ermöglichen. Oft wissen diese Menschen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben und sind auch während des Transports auf medizinische Hilfe angewiesen. Alle Mitarbeitenden - viele der Wunscherfüller sind Ehrenamtler – sind medizinisch geschult: Als Krankenpfleger, Rettungssanitäter oder mit ähnlichen Hintergründen können sie während der Fahrt mit dem Wünschewagen die Versorgung der Patienten sicherstellen. Was die Menschen sich wünschen, ist ganz unterschiedlich – eine Fahrt an einen bestimmten Ort, einen Besuch bei Freunden oder auch, noch einmal das Meer zu sehen. „Viele wollen aber auch einfach noch einmal nach Hause“, erklärt Daniela Glück, Ansprechpartnerin beim ASB Wünschewagen Rheinland, „noch einmal die Tür selber abschließen und sich von ihrem Zuhause verabschieden.“ Diese Wünsche möglich zu machen, ist den Mitarbeitenden spürbar eine Herzensangelegenheit, um Menschen auf ihrem letzten Weg ein Stück Freude zu schenken.
Weitere Infos und Kontakt zu den Standorten des ASB-Wünschewagen gibt es auf der Internetseite www.wuenschewagen.de.