Das Taufkleid wird in der Regel nach dem Taufakt angezogen. Es macht nach außen hin sichtbar, was in dieser Feier geschehen ist. Das Kind kommt anders aus der Tauffeier heraus, als es hineingegangen ist. Die weiße Kleidung gehört von nun an zur Festkleidung des Christen. Apostel Paulus schreibt in einem Brief an die Gemeinde: „Durch die Taufe hast du Christus angezogen.“
Bei den unterschiedlichsten Anlässen taucht die weiße Kleidung wieder auf: Erstkommunion, Obergewand der Messdiener, Untergewand des Priesters, Hochzeit … Nicht jede Familie hat aus Tradition ein Taufkleid, das weitergereicht wird. Manche Kinder sind auch schon viel zu groß für ein Taufkleid. Daher ist es auch möglich, ein weißes Jäckchen oder ein weißes Tuch (Taufschal) zu nehmen, das dem Kind bei der Feier angezogen bzw. auf die Schultern gelegt wird. Manchmal kann es auch aus praktischen Erwägungen sinnvoll sein, dass der Täufling mit dem Taufkleid vor der Tauffeier bekleidet wird.